Mit der gewünschten Nutzung beginnen
Überlegen Sie zuerst, wofür Sie eine Shopping-Erweiterung einsetzen möchten, etwa auf Produktseiten. Vergleichen Sie diesen Zweck anschließend mit den Berechtigungen, die der Browser beim Installieren nennt. Eine Berechtigung ist nicht schon deshalb unbedenklich oder bedenklich, weil sie angezeigt wird: Der Hinweis beschreibt technische Möglichkeiten, nicht die Absicht des Entwicklers.
Lesen Sie neben der Beschreibung auch die Datenschutzerklärung. Sie sollte nachvollziehbar erklären, welche Daten erhoben werden, wofür sie dienen und ob sie an Dritte übermittelt werden. Achten Sie darauf, ob diese Angaben zu den angeforderten Rechten passen.
- Fragen Sie bei jeder Berechtigung: Welche gewünschte Funktion benötigt sie?
- Fehlt für einen weitreichenden Zugriff eine konkrete Erklärung, verzichten Sie besser auf die Installation oder den Zugriff.
Den Website-Zugriff möglichst eng einstellen
Für Erweiterungen ist besonders wichtig, auf welchen Seiten sie tätig sein dürfen. Zugriff auf alle Websites kann bedeuten, dass eine Erweiterung Inhalte jeder geöffneten Seite und dort eingegebene Daten lesen kann. Das kann Anmeldedaten und Formulare einschließen. Auch wenn dies die Erkennung von Produkten und Preisen erleichtern kann, erfasst es ebenso E-Mail-, Bank- und andere Seiten ohne Einkaufsbezug.
Wählen Sie daher, sofern Ihr Browser diese Einstellung anbietet, bestimmte Websites statt aller Websites. Die erlaubten Domains sollten zu den Shops passen, für die die Erweiterung gedacht ist. Eine weitere Option kann der Zugriff erst nach manueller Aktivierung sein. Dann gilt die Autorisierung für die Seite, die beim Auslösen der Erweiterung geöffnet ist. Für gelegentliche Abfragen kann das besser kontrollierbar sein als dauerhafter Zugriff.
Lässt sich der Zugriff nicht ausreichend beschränken, kann es sinnvoll sein, die Erweiterung außerhalb des Einkaufs zu deaktivieren.
- Bevorzugen Sie konkrete Shop-Domains gegenüber globalem Website-Zugriff.
- Nutzen Sie den Zugriff bei manueller Aktivierung, wenn er verfügbar ist.
- Prüfen Sie, welche Seiten eine Einstellung für „alle Websites“ tatsächlich einschließt.

Rechte zum Lesen und Ändern getrennt bewerten
Die Browserwarnung, eine Erweiterung dürfe Daten auf Websites lesen und ändern, geht über das bloße Anzeigen eines Produktpreises hinaus. Auf autorisierten Seiten kann eine Erweiterung Inhalte technisch verändern. Je nach zusätzlich gewährten Berechtigungen können auch Skripte eingefügt, Cookies einbezogen, Netzwerkanfragen überwacht oder Weiterleitungen und Header verändert werden.
Beurteilen Sie solche Fähigkeiten nicht pauschal, sondern im Verhältnis zur Hauptfunktion. Das Auslesen von Produktinformationen kann mit einem Preisvergleich zusammenhängen. Für das Verändern von Seiten, Eingriffe in Anfragen oder Cookie-Zugriff sollte die Dokumentation jedoch eine verständliche Begründung liefern.
- Lesen Sie den vollständigen Berechtigungstext im Browser.
- Achten Sie bei Änderungs-, Cookie- und Netzwerkrechten auf eine klare Erklärung des Zusammenhangs zur Funktion.
Sensible Berechtigungen besonders zurückhaltend vergeben
Einige Zugriffe können Informationen betreffen, die weit über den Einkauf hinausgehen. Berechtigungen für die Zwischenablage können kopierte oder eingefügte Inhalte zugänglich machen. Kopieren Sie keine Passwörter, Kartennummern, Wiederherstellungscodes oder andere vertrauliche Daten, solange eine Erweiterung mit diesem Zugriff aktiviert ist.
Auch Verlauf, Tabs und Browseraktivität verdienen eine genaue Prüfung. Sie können besuchte Seiten, URLs und Titel offenlegen sowie Aktionen für Tabs und Fenster ermöglichen. Bei einer Standortfreigabe sollte klar sein, welche Funktion davon abhängt und ob sie ohne Standort nutzbar ist.
Den Zugriff auf lokale Dateien sollten Sie nur bei einem konkreten, verstandenen Bedarf aktivieren. Gleiches gilt für die Nutzung in privaten Fenstern. In Firefox ist dafür eine separate Erlaubnis erforderlich.
- Vergeben Sie Zugriffe auf Zwischenablage, Verlauf, Tabs, Standort, lokale Dateien und private Fenster nur bei nachvollziehbarem Bedarf.
- Bleibt eine von einer sensiblen Berechtigung abhängige Funktion ungenutzt, gewähren Sie den Zugriff nicht.

Berechtigungen auch nach der Installation kontrollieren
Prüfen Sie Erweiterungen erneut, wenn Updates zusätzliche Rechte verlangen oder die Zahl der erlaubten Domains erweitern. Stimmen Sie einer Änderung nicht allein deshalb zu, weil Sie die Erweiterung bereits verwendet haben. Vergleichen Sie neue Berechtigungen mit den angekündigten Funktionen und entscheiden Sie erneut, ob der Zugriff erforderlich ist.
Zusätzliche Funktionen, die Berechtigungen erst beim tatsächlichen Einsatz anfordern, können mehr Kontrolle ermöglichen als eine umfassende Freigabe bei der Installation. In den Erweiterungsdetails des Browsers lassen sich Berechtigungen und Website-Zugriffe je nach Browser prüfen oder anpassen.
Entfernen Sie Erweiterungen, die Sie nicht mehr verwenden. Fügt eine Erweiterung Werbung ein, ändert sie Suchmaschine oder Startseite ohne Ihr Wissen oder erscheint ihre Datennutzung mit der Beschreibung unvereinbar, deinstallieren Sie sie. Eine Installation aus einem offiziellen Store ersetzt diese Prüfung nicht; Berechtigungswarnungen zeigen Fähigkeiten, keine Bewertung der Absichten.
- Kontrollieren Sie Rechte und Website-Zugriff nach wichtigen Updates.
- Deaktivieren oder entfernen Sie ungenutzte Erweiterungen.
- Orientieren Sie sich am Mindestprinzip: so wenig Zugriff, auf so wenige Seiten und für so kurze Zeit wie möglich.
Quellen und Referenzen
- Solicitudes de permiso para las extensiones de Firefox | Ayuda de Firefox ↗
- Permisos solicitados por aplicaciones y extensiones - Ayuda de Chrome Web Store ↗
- Install and manage extensions - Google Chrome Help ↗
- Cómo declarar permisos | Chrome Extensions | Chrome for Developers ↗
- Consejos para saber si una extensión es segura o no | Ayuda de Mozilla ↗
- Revisar las extensiones instaladas | Ayuda de Firefox ↗



